von Haylie Tran

September 2026 - TU Dresden

Am 07. und 08. September 2026 nahmen wir an der TourDeDresden der Technischen Universität teil und pitchten den Studierenden unsere Mission und öffneten dafür auch unsere Türen zur Fertigung.

Am Montag tickte im Hörsaal der TU Dresden die Uhr. Fünf Minuten blieben uns, um Wittur Electric Drives vorzustellen. Vorne wechselten die Zeitkarten. Einige Studierende blickten noch auf ihre Handys. Dann gingen die ersten Köpfe hoch. Es wurde geschmunzelt, gelacht und zugehört.

Nach exakt fünf Minuten endete unser Pitch.
Für einen ersten Eindruck reichte das. Für unsere Arbeit nicht.

Am nächsten Morgen trafen wir einige Gesichter wieder. Diesmal bei uns in Dresden – und ohne Countdown im Nacken.

Jens empfing die Gruppe zwischen unseren Antrieben. Einen Tag zuvor rettete er noch unauffällig den Folienwechsel. Jetzt standen die Dinge vor ihm, über die wir an der TU nur sprechen konnten.

Wie wird aus einer Anforderung ein fertiger Antrieb? Was passiert dazwischen? Und warum reicht eine Lösung aus dem Regal manchmal nicht?

Um das zu zeigen, mussten wir nur loslaufen. Der Weg führte mitten durch unsere Fertigung. Vorbei an Maschinen, Arbeitsplätzen und Bauteilen entstanden immer wieder Gespräche. Unsere Kollegen griffen Teile auf und erklärten direkt daran ihre Arbeit. Die Studierenden rückten näher, schauten hinein und fragten nach.

Dabei zeigte sich schnell: Nicht alle betrachteten unsere Antriebe gleich.

Elektrotechnik traf auf Wirtschaftsingenieurwesen, BWL und sogar Lehramt. Entsprechend unterschiedlich entwickelten sich Fragen und Gespräche.
Das passt ziemlich gut zu uns.
Denn zwischen Kundenanforderung und fertigem Antrieb arbeiten viele Disziplinen zusammen. Technik allein verkauft kein Projekt, beschafft kein Material und organisiert kein Unternehmen.

Ein Motor braucht mehr als Elektrotechnik. Genau das lässt sich auf einer Folie schwer vermitteln. Bei einem Rundgang durch Entwicklung und Fertigung wird es plötzlich sichtbar. Menschen erklären ihre Arbeit. Bauteile wandern durch Hände. Aus einer Frage entsteht die nächste.

Und ganz nebenbei zeigt sich etwas, das wir oft beschreiben könnten: Bei WED liegen Entwicklung und Fertigung nah beieinander. Diesmal mussten wir es nicht erklären. Wir sind den Weg einfach gemeinsam gegangen.

Zum Abschluss wechselten noch Goodie Bags den Besitzer. Vor allem aber blieb ein Eindruck, den fünf Minuten kaum vermitteln können: Elektromotoren bauen wir. Schubladen eher nicht.